Sonntag, 3. September 2017

Weinreben - Boden - Umwelt

Bei einer Fahrt durch viele Weinregionen wird man von einem unüberschaubaren Meer von Wein-reben umgeben.  Soweit das Auge reicht, nichts als Weinreben und dazwischen nackte, festge-fahrene  Erde oder ein spärlicher Bewuchs mit Pflanzen, die eine Resistenz gegen Herbizide entwickelt haben. Dies ist eine Monokultur auf totem Boden, in dem das natürliche Gleichgewicht gestört ist und  dessen Bewirtschaftung ohne Einsatz von Mineraldünger, Insektizide und Fungizide nicht funktionieren würde.
Können Sie sich vorstellen,  dass ein kleiner Weinberg ökologisch sauber sein kann, wenn er teilweise oder komplett von Weinbergen umgeben ist die mit Chemikalien behandelt werden?  Ich nicht, denn die Abdrift der Spritzmittel führt unweigerlich zur Kontamination des Bioweinbergs und der daraus erzeugter Weine.  Diese ist jedoch kein Grund, diesen Weinberg nicht als ökologisch zu zertifizieren?!
Weinbaufläche in extremer Monokultur in Deutschland, wie man sie auch in anderen Ländern sieht.
Deshalb kaufen und verkaufen wir nur von Winzern deren Weinberge sich in „Alleinlage“ befinden oder durch Wald und Hecken vor fremden Einflüssen geschützt sind. 
Daher unser Name Biowein[pur]. 
Weinbau in komplett isolierter, ökologisch intakter Tallage mit vielfältigem Bewuchs (Mas Estela, Spanien)

Wir von Biowein[pur] wissen woher Bioweine kommen können und woher unsere Bioweine kommen.


Erich Hartl

Mittwoch, 23. August 2017

Was hat trockener deutscher Wein mit der Abgasverordnung für Kraftfahrzeuge gemeinsam?


Käufer beider Produkte werden bewusst hinters Licht geführt!

Bei Wein erlaubt das deutsche Weingesetz die Geschmacksbezeichnung „trocken“, obwohl sie bis zu 9 g/l Zucker enthalten dürfen, vorausgesetzt, der Säuregehalt liegt nicht mehr als 2 g/l darunter.  Das klingt kompliziert, der Grund dafür ist jedoch einfach.
Wenig Sonne in nördlich gelegenen Weinbergen und hohe Ernteerträge lässt Trauben nicht vollständig reifen. Sie enthalten verhältnismäßig viel Säure und wenig Zucker.  Wenn man sie gären ließe bis der natürliche Zuckergehalt  bis auf einen kleinen, natürlichen Rest von 3 g/l in Alkohol umgewandelt ist, ergäbe es dünne Weine mit einem Übermaß an aggressiver Säure.
Sie wären ungenießbar und unverkäuflich. 

Bekanntlich ist Zucker ein Geschmacksträger der dünne Weine geschmackvoller und runder erscheinen lässt. Er überdeckt geschmacklich die zu viel enthaltene Säure, zumindest dann, wenn man solche Weine gut gekühlt trinkt. Erst bei  wärmerer Temperatur wird die Disharmonie zwischen  Zucker und Säure  deutlich.  Davon abgesehen, eignen sie sich nicht als Speisebegleiter, da Zucker die Geschmacksknospen am Gaumen betäubt und dadurch der Geschmack der Speisen nicht mehr wahrgenommen werden kann.
Da Zucker seit langem ein billiges Hilfsmittel der Nahrungsmittelindustrie ist, lag es nahe, auch Winzern den Griff in den Zuckersack gesetzlich zu erlauben.

Wenn Sie empfindlich auf Schwefel reagieren oder Diabetiker sind, sollten Sie Folgendes beachten:  

  • Süße Weine enthalten mehr Schwefel  als trockene Weine
  • Weine aus Deutschland und anderen nördlich gelegenen Weinbaugebieten enthalten in der Regel mehr Schwefel als Weine aus dem Süden.
  • Weißweine enthalten mehr Schwefel als Rotweine
  • Wenn Sie als „trocken“ etikettierte Deutsche Weine kaufen möchten, lassen Sie sich eine Weinanalyse zeigen aus der der Zuckergehalt hervorgeht.
  • Wenn Sie natürliche, trockene, durchgegorene, harmonische Weine suchen, dann klicken Sie bitte auf folgenden Link:  Bio- und biodynamische Weine


Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Freitag, 18. August 2017

Wein aus biodynamischer Erzeugung


Der Begriff „biodynamischer Anbau“ ist zwar allgemein bekannt, aber nur Wenige kennen den Unterschied zwischen biologischer und biodynamischer Landwirtschaft, den es trotz aller Gemeinsamkeiten gibt.
Sowohl im Bioweinbau als auch im biodynamischen Weinbau dürfen keine Herbizide, Pestizide,  Kunstdünger und keine chemisch-synthetischen Fungizide verwendet werden. Erlaubt sind geringe Mengen an Kupfersulfat (maximal 6 kg pro Hektar) gegen Pilzkrankheiten, das ist wesentlich  weniger als im konventionellen Weinbau. Im Übrigen funktioniert sowohl „bio“ als auch „biodynamisch“ nach dem Prinzip, Vorbeugen um Krankheiten und Insektenbefall zu vermeiden, statt Krankheiten und Insekten mit Giftstoffen zu bekämpfen. Erreicht wird dies mit gesunden, lebendigen Böden, der Düngung mit Kompost, Einsaat von stickstoffbildenden Leguminosen, (Klee, Wicken, Bohnen, Raps, Inkarnatklee, Buchweizen, Ölrettich, Senfsamen, Gesteinsmehl, Algenmehl u.a.. Zur vorbeugenden Behandlung und zum Schutz der Reben stehen beiden Methoden zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung (schwefelsaurer Ton, Brennnesseljauche, Baldriantropfen, Baldriantee, Propolis, Eichenrindensud und sonstige Pflanzenextrakte.

Im biodynamischen Weinbau werden eigens angesetzte Präparate, die in hoher Verdünnung wie homöopathische Medikamente angewendet.  Diese werden von den Winzern selbst hergestellt und bei bestimmtem Stand des Mondes und der Gestirne dynamisiert (die festen Bestandteile der Präparate werden in einem Fass mit Wasser in eine be-stimmte Richtung verrührt. Sie dienen den Pflanzen als Stärkung, als Düngung, zur Vorbeugung gegen Pflanzenkrank-heiten, schädliche Insekten und sie erhöhen die Wirkung der Sonneneinstrahlung. Diese Präparate werden bei entsprechendem Stand der Gestirne eingesetzt, je nachdem ob die Wurzeln, oder die oberirdischen Teile einer Pflanze behandelt werden. Dies trifft auf alle Arbeiten an den Reben zu, und selbst für das Füllen des fertigen Weins in Flaschen wird diese Regel  beibehalten. Demeter ist der bekannteste Verband für biodynamische Landwirtschaft mit den strengsten Richtlinien sowohl für die landwirtschaftlichen Aspekte als auch für die Weinbereitung. Da die biodynamische Landwirtschaft auf dem Prinzip der geschlossenen Kreislaufwirtschaft beruht, kann beispielsweise kein Winzer ohne eigene Tierhaltung Demeter-Winzer werden, denn Kuhdung wird zur Erzeugung von Kompost benötigt der zur Düngung der Reben eingesetzt wird. Ersatzweise ist es möglich, sich von einem anerkannten Demeter-Landwirt mit Dung beliefern zu lassen.  
Ein weiterer Verband speziell für biodynamischen Weinbau basierend auf den Richtlinien des Demeter-Bundes ist „Biodyvin. Mitglieder in diesen Verbänden arbeiten grundsätzlich nach deren Vorgaben, zahlreiche andere Biowinzer wenden aus unterschiedlichen Gründen nur einzelne Teile des biodynamischen Weinbaus an.

Sie mögen biodynamische Methoden für Hokuspokus, für eine esoterische Spinnerei halten, aber sie steigern die Qualität der Böden, die Reben werden widerstandsfähiger und schließlich bewirken sie eine deutliche Qualitätszu-nahme der Weine. Beim biodynamischen Weinbau handelt es sich keinesfalls um eine clevere Marketingidee, sondern um eine Möglichkeit für Erzeuger hochwertiger Weine, diese durch die Einführung biodynamischen Weinbaus noch weiter zu verbessern. Wie wäre die Einführung biodynamischer Arbeitsweisen von absoluten Top-Weingütern die keinerlei Absatzprobleme haben und deren Weine Verkaufspreise von bis zu 3.000 /Fl. erreichen sonst zu erklären?  Hier sind einige Beispiele: Romanée Conti, Pontet Canet, Foradori, Didier Montchovet, Domaine Leflaive, Domaine Leroy, Dominio de Pingus, Peter Jakob Kühn und andere.


So teuer muss biodynamisch erzeugter Wein zwar nicht sein wie unser Angebot von Château Romanin, Pares Balta, Weingut Sander, Champagne Bedel, Domaine Cazes, Nikolaihof, Dominio Romano, Gratavinum und Mas Estela beweist. Andererseits kann biodynamisch erzeugter Wein aufgrund des wesentlich höheren Aufwands niemals billig sein.
Biodynamische Weine von Biowein[pur] Hartl
 mit allen Sinnen genießen!

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Advent – Advent – Sie sparen 5 Prozent

Damit konnten wir in den vergangenen Wochen einige neue Kunden gewinnen. Wir freuten uns auch über Bestellungen von Freunden und Familienangehörigen von bereits registrierten Kunden.
Diese Rabattaktion für Neukunden werden wir bis auf weiteres auch nach Weihnachten und im neuen Jahr fortsetzen.
Bestehenden Kunden kündigen wir monatliche Aktionsangebote mit einem Preisvorteil von 5 – 10 % für Biowein aus bestimmten Regionen, Weingüter oder besonders ausgewählte Bioweine mit unserem Newsletter an. Wenn Sie daran interessiert sind, sollten Sie sich in unserem Web Shop www.biowein-pur.de registrieren und unseren Newsletter abonnieren!

Bis dahin wünschen wir Ihnen frohe Festtage und ein friedliches Neues Jahr!
Das hätte Ihr Festtagswein sein können

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Montag, 10. Oktober 2016

Warum EU-Bio oder Demeter?


Nur EU-Bio, höre ich abwertend gemeinte Äußerungen von Kunden, wenn sie ein Weinetikett etwas genauer ansehen. Sie vermissen  das Logo eines Anbauverbands wie Bioland, Demeter oder eines ausländischen Verbands, deren Vorschriften etwas strenger als die EU-Regeln sind.
Der Grund warum Winzer keinem Bio-Verband beitreten ist meist nicht der, dass sie strengere Regeln fürchten, sondern es geht Ihnen um die Vermeidung der ganz erheblichen Mitgliedsbeiträge die an diese Verbände zu bezahlen sind. Eine Mitgliedschaft in einem dieser Verbände befreit sie nämlich nicht, sich zusätzlich gemäß der EU-Öko-Verordnung vorgeschriebenen Kontrolle durch eine staatlich anerkannte Kontrollinstanz kontrollieren zu lassen, die ebenfalls zu bezahlen ist.

Neben der ohnehin aufwändigeren Arbeitsweise, des höheren Risikos und der kleineren Ernten verteuern doppelte Kontrollen die Preise von Bioweinen und bremsen deren Verkauf.

Wussten Sie, dass auch wir als Bioweinversender der regelmäßigen Kontrolle gem. EU-Öko-Verordnung unterliegen, obwohl wir Biowein weder erzeugen, abfüllen oder anderweitig direkt mit Biowein in Berührung kommen? Diese Kontrollen kosten jährlich annähernd tausend Euro.
Das ist ärgerlich, unverständlich und ungerecht, vor allem weil stationäre Händler von dieser Regelung ausgenommen sind und sich viele andere Internethänder vor dieser Kontrollpflicht drücken.









Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Samstag, 24. September 2016

Bio-Zertifikate für Biowein


Dazu wollte ich schon lange etwas schreiben weil wir selbst betroffen sind. Jetzt greife ich gerne auf einen Artikel in der Zeitschrift WEINWIRTSCHAFT zurück und zitiere daraus:

„Gut, Weinkontrollen und Prüfungen sind notwendig, um sich vor Fälschungen zu schützen. Tests und Wettbewerbe dienen der Qualitätsförderung. Das sind sinnvolle Aktivitäten, die das Produkt fördern und verbessern. Was sich jedoch inzwischen rund um den Wein und nicht nur um den Wein, sondern um so gut wie alle Lebensmittel an Zertifizierungen, Qualitätssiegeln und Garantien entfaltet hat, spottet jeder Beschreibung. Die meisten Zertifikate finden sich ausgerechnet dort, wo die Produkte am billigsten verkauft werden und die Qualität auf unterstem Niveau dümpelt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Zertifikate überflüssig sind und lediglich dazu dienen, den Verbraucher in einen Scheinsicherheit zu wiegen.“

Den Vogel schießen regelmäßig Bioweine aus dem Discounthandel ab, die wir auch in unserem LEH- Weintest in dieser Ausgabe auf den Probiertischen hatten. Da prangt das EU-Öko-Siegel nebst Öko-Zertifizierungsstelle und kryptisch verschlüsselter Identitätsnummern auf dem Etikett. Der Wein ist natürlich vegan, wofür’s einen Aufkleber mehr gibt und vom – accredited Intitut H. – natürlich geprüft und für gut befunden. Auch das Bio-Label eines Öko-Verbands darf nicht fehlen, und selbstverständlich ist der Wein – fair – gehandelt und aus nachhaltiger Produktion, was noch drei Aufkleber mehr bringt. Der Wein ist zwar für konsumerfreundliche 1,70 Euro zu haben, doch wie das gehen soll und wie die - armen Winzer und Tagelöhner – fair entlohnt werden, wissen nur die Götter.
Die Wahrheit ist, das solche Produkte weder aus nachhaltiger Produktion stammen, noch die Bauern fair entlohnt werden und die Bedingungen niemals ernsthaften Anforderungen an biologische Produktion entsprechen. Um es deutlich zu sagen: Der Handel verarscht die Konsumenten nach Strich und Faden.

Haben sie schon mal solche Weine probiert? Wie fiel Ihr Urteil aus? Schreiben Sie Ihre Meinung dazu.
Erich Hartl
Unser preisgünstiger Biowein



Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Mittwoch, 2. März 2016

Das Märchen vom Extra native – vergine Olivenöl



Wer der von ARD/ZDF im Nov./Dez. 2015 ausgestrahlten Sendung Glauben schenkt, man könnte bereits ab 3 Euro einen Liter gutes Olivenöl extra native/extra vergine kaufen, mag bitte die folgenden Zeilen lesen:

Offensichtlich gibt es unzählige Olivenbauern, vor allem in der Toskana, die ein ganzes Jahr, manchmal auch 2 Jahre bzw. 7 Jahre (bei Reben während der Blüte oder starker Kälte im Winter) darauf warten, bis ein Olivenbaum je nach Größe 1 - 5 kg Oliven trägt. In der Zwischenzeit genießen sie das Leben, denn die Pflege der Olivenbäume während des Jahres erledigt sich fast von selbst und der Aufwand für die manuelle Olivenernte ist kaum der Rede wert. Sie unterbricht nur kurz das "dolce far niente". Ihr Glück ist vollkommen, wenn sie aus 5 - 10 kg Oliven – je nach Größe des Olivenkerns und des Fruchtfleischanteils – 1 Liter Olivenöl erzielen. Anschließend füllen Sie es in Flaschen die ca. 0,30 Euro kosten, kleben einen selbstbeschrifteten Zettel drauf, der über den Inhalt aufklärt, verschließen die Flaschen mit einem Korken aus den während des Wartens geleerten Weinflaschen und verkaufen die Literflasche zu einem sündhaft teuren Preis von € 1,50 an einen Großhändler. Dieser organisiert den Transport nach Deutschland, berechnet für seine Dienste einen Aufschlag von € 0,85/Flasche und verkauft es an diverse Supermärkte weiter, die ihrerseits 0,50 €  Aufschlag nehmen und das Öl zu € 2,85 zuzüglich 7 % MWST zu einem Endpreis von € 3,05 an Konsumenten abgeben.
Somit hat jeder der am Handel Beteiligten einen fairen Preis erzielt, Fair Trade also?

Wie einfältig müssen doch unsere Kunden sein, die für Olivenöle mehr als 20 Euro pro Liter bezahlen?
Sollten Sie dazu zählen, hier finden Sie super gute, pure,extra verginie Olivenöle aus der Toskana, Andalusien und Portugal – natürlich aus kontrolliert biologischer Erzeugung:
http://biowein-pur.de/epages/87b180e2-5584-4f7d-8168-acd5dfe63e0b.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/87b180e2-5584-4f7d-8168-acd5dfe63e0b/Categories/Category1/96fd0b319802304d48a45170b917cd27

Wir freuen uns auf Ihren Einkauf!

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/