Mittwoch, 2. März 2016

Das Märchen vom Extra native – vergine Olivenöl



Wer der von ARD/ZDF im Nov./Dez. 2015 ausgestrahlten Sendung Glauben schenkt, man könnte bereits ab 3 Euro einen Liter gutes Olivenöl extra native/extra vergine kaufen, mag bitte die folgenden Zeilen lesen:

Offensichtlich gibt es unzählige Olivenbauern, vor allem in der Toskana, die ein ganzes Jahr, manchmal auch 2 Jahre bzw. 7 Jahre (bei Reben während der Blüte oder starker Kälte im Winter) darauf warten, bis ein Olivenbaum je nach Größe 1 - 5 kg Oliven trägt. In der Zwischenzeit genießen sie das Leben, denn die Pflege der Olivenbäume während des Jahres erledigt sich fast von selbst und der Aufwand für die manuelle Olivenernte ist kaum der Rede wert. Sie unterbricht nur kurz das "dolce far niente". Ihr Glück ist vollkommen, wenn sie aus 5 - 10 kg Oliven – je nach Größe des Olivenkerns und des Fruchtfleischanteils – 1 Liter Olivenöl erzielen. Anschließend füllen Sie es in Flaschen die ca. 0,30 Euro kosten, kleben einen selbstbeschrifteten Zettel drauf, der über den Inhalt aufklärt, verschließen die Flaschen mit einem Korken aus den während des Wartens geleerten Weinflaschen und verkaufen die Literflasche zu einem sündhaft teuren Preis von € 1,50 an einen Großhändler. Dieser organisiert den Transport nach Deutschland, berechnet für seine Dienste einen Aufschlag von € 0,85/Flasche und verkauft es an diverse Supermärkte weiter, die ihrerseits 0,50 €  Aufschlag nehmen und das Öl zu € 2,85 zuzüglich 7 % MWST zu einem Endpreis von € 3,05 an Konsumenten abgeben.
Somit hat jeder der am Handel Beteiligten einen fairen Preis erzielt, Fair Trade also?

Wie einfältig müssen doch unsere Kunden sein, die für Olivenöle mehr als 20 Euro pro Liter bezahlen?
Sollten Sie dazu zählen, hier finden Sie super gute, pure,extra verginie Olivenöle aus der Toskana, Andalusien und Portugal – natürlich aus kontrolliert biologischer Erzeugung:
http://biowein-pur.de/epages/87b180e2-5584-4f7d-8168-acd5dfe63e0b.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/87b180e2-5584-4f7d-8168-acd5dfe63e0b/Categories/Category1/96fd0b319802304d48a45170b917cd27

Wir freuen uns auf Ihren Einkauf!

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Samstag, 20. Juni 2015

Neuer Weinskandal in Italien


Gier ist immer das Motiv! Das der Konsumenten, die möglichst billige Weine kaufen möchten, und das der Erzeuger, die sich auf die Naivität vieler Käufer verlassen können.
Das zeigt wieder einmal ein Betrugsskandal in Italien. Dort wurden die zuständigen Behörden auf eine Kellerei aufmerksam, deren Bestandsführung eine Überprüfung zur Folge hatte.
Dabei wurden am 18. Juni in einer Kellerei bei Bologna insgesamt 310.000 Hektoliter Wein, Most und Traubensaft beschlagnahmt. Zusätzlich wurden 90.000 kg Flüssigzucker, 273.000 kg Zucker sowie vier Tanks mit Zuckerwasser sichergestellt.
Das Agrarministerium teilte mit, dass es sich um ein Betrugssystem zum Verkauf von Wein, Most und Mostkonzentrat handele, bei dem Zucker nachts in anonymen Tankwagen in nicht registrierte Lagerräume der Kellerei gebracht wurde. Dieser Zucker wurde dort mit Wasser und Säuren aufgelöst und in die Kellerei befördert, wo in wundersamer Weise eine Verwandlung und Vermehrung von Wein erfolgte, der unter Verdunkelung der wahren Herkunft in den Handel gelangte.
Wie bei früheren Weinskandalen werden sich Importeure und Händler mit Verkaufs-und Importpapieren rechtfertigen, die formal in Ordnung waren, obwohl bei zu niedrigen Preise in Bezug auf die Herkunft der Weine Misstrauen angebracht gewesen wäre.
Quelle: Weinwirtschaft, ergänzt mit meiner Erfahrung und Meinung.
Erich Hartl

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Dienstag, 17. Februar 2015

Wein im Film


Der Guide Hachette ist Frankreichs renommiertester Weinführer, bekannt für seine objektiven und zuverlässigen Weinbewertungen. 
Weine für die das Herz des Guide Hachette schlägt, werden mit dem „Coup de Coeur“  (Herzschlag) ausgezeichnet. 
Diese begehrte Auszeichnung wurde kürzlich dem Côtes du Luberon rouge vom Château la Canorgue verliehen.
Ein Weingut das durch den Film „Ein gutes Jahr“ mit Russel Crowe und Marion Cotillard in den Hauptrollen berühmt wurde und außerdem seit Jahrzehnten hervorragende Biowein erzeugt.


Die Inspiration zu diesem Post kam von: http://www.edelste-weine.de/weinrallye-83-wein-film-und-fernsehen-blogparade/

Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Montag, 15. Dezember 2014

Biowein aus Portugal: Beira Interior


Etwas südlich des Douro-Flusses und im Osten an Spanien grenzend, befindet sich das in 700 m Höhe gelegene Weinbaugebiet Beira Interior. Eine Hochebene mit sanft ansteigenden Hügeln und weiten Tälern, die einfacher zu bearbeiten sind als die Steillagen am Douro. Ein kontinentales Klima mit sehr heißen Sommertagen, kühlen Nächten sowie bitterkalten Wintern bieten Winzern und Landwirten eine verlässliche Basis. 

Die Quinta da Coa besitzt neben Weinbergen im benachbarten Dourogebiet auch ausgedehnte Weinbauflächen im Beira Interior, wo auch die Quinta da Caldeirinha ihre Weinberge biologisch bewirtschaftet. Aus überwiegend einheimischen Rebsorten (Siria, Fonte-Cal, Malvasia Fina, Rabo de Ovelha, Siria und Fernao Pires) gelingen ihnen wunderschöne frische und aromatische Bioweißweine. Aragonez, Touriga Nacional, Rufeteso, Mourisco sowie Mencia (aus dem fast angrenzenden spanischen Weinbaugebiet Bierzo), Alicante Bouchet und Cabernet Sauvignon (Frankreich) sind die Basis für charaktervolle, langlebige Biorotweine mit intensiven Düften, Aromen und Geschmack bei gleichzeitiger Frische und Eleganz.
 
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Dienstag, 28. Oktober 2014

Biowein aus Portugal: Vinho Verde


Vinho Verde ist das größte Qualitätsweinbaugebiet Portugals, nach diesem werden sowohl Weißweine als auch Rotweine aus dieser Region benannt. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung der portugiesischen Weingesetzgebung und die Verwendung bestimmter einheimischer Rebsorten.
Es sind überwiegend fruchtige, aromatische, frische, spritzige Weißweine, die entweder sortenrein aus einer einzigen oder aus mehreren verschiedenen Rebsorten (Loureiro (blumig), Trajadura (stahlig), Arinto (mineralisch), Avesso (weich und mineralisch) und Alvarinho (mineralisch, duftend) gekeltert werden. Die hier erzeugten Rotweine sind relativ bedeutungslos und werden meist nur in Portugal getrunken.

Während früher die Reben vorwiegend an Pergolen wuchsen, wodurch die Sonneneinstrahlung behindert wurde, gedeihen sie heute überwiegend an Drahtspalieren. Diese Methode ermöglicht eine bessere Reifung der Trauben, die harmonischere Weine ergeben.

Verde, also grün und fruchtbar, ist die im Nordwesten Portugals gelegene Region, die mit zahlreichen aus den Bergen kommenden Flüssen und Bächen auf dem Weg zum Atlantik durchzogen wird. Sie erstreckt sich im Norden bis an die Atlantikküste und an die Grenze zu Spanien, im Süden reicht sie etwas über Porto hinaus. Sie ist unterteilt in neun Unterregionen, die nach den Städten und Flüssen (Monção, Melgaço, Lima, Basto, Cávado, Ave, Amarante, Baião, Paiva und Sousa) benannt werden.
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Sonntag, 19. Oktober 2014

Neue Bioweine aus Portugal



Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern und gemessen an der in Portugal kleinen Zahl von Bioweingütern befindet sich der Bioweinbau dort erst am Anfang.

Hinsichtlich der hohen Qualität der von uns ausgewählten Bioweine, die nicht nur durch ihre Herkunft, sondern auch durch viele im übrigen Europa unbekannte Rebsorten eine Bereicherung darstellen und es wert sind, entdeckt zu werden.

Ein weiterer Grund, sich mit Biowein aus Portugal bzw. vom Rande Europas zu befassen, besteht darin, einen kleinen Beitrag zur Unterstützung der portugiesischen Wirtschaft zu leisten, der es, wie Sie wissen, nicht besonders gut geht.

Ein Beitrag, der kein Vermögen kostet, risikolos ist und einem Winzer und seinen Mitarbeitern das wirtschaftliche Überleben erleichtert könnte. Biowein aus Portugal zu kaufen und zu genießen, ist die angenehmste und Form der Wirtschaftshilfe.

Unser Sortiment portugiesischer Bioweine kommt aus den Weinbauregionen Vinho Verde, Douro, Beira Interior, Alentejo und Lisboa (bisher Estremadura), die wir in den folgenden Beiträgen beschreiben und Ihnen vorstellen werden.

Es sind 18 verschiedene Weine aus 27 meist einheimischen Rebsorten, die in fünf verschiedenen Regionen Portugals, bei klimatisch und geologisch unterschiedlichen Bedingungen gewachsen sind und von sieben Weingütern erzeugt wurden.

Für reichlich Abwechslung ist also gesorgt!
  
Es ist nie zu früh, Portugisische Bioweine kennenzulernen (zukünftige Winzerin von Herdade dos Outeiro Altos)
Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/

Dienstag, 26. August 2014

Weindüfte und Weinaromen


Wo kommen die traubenfremden Düfte und Aromen in Wein her?
Haben Sie sich jemals gefragt, warum um alles in der Welt Wein nach fast allen Beeren, Früchten, Blumen, Kräutern, Gewürzen, Butter duftet, aber nicht nach Trauben? Vielleicht können Sie die Beschreibungen von Wein in der Fachpresse, von Sommeliers und Weinhändlern (oft übertrieben) nicht nachvollziehen?
Wurden etwa bei der Weinbereitung neben Trauben noch andere Früchte verwendet?
Ich möchte Sie beruhigen, unsere Bioweinweine werden ausschließlich aus Trauben erzeugt.
Also wo kommen die traubenfremden Aromen und Düfte im Wein her?
Diese Aromen und Düfte nennt man Sekundäraromen, weil sie erst während der alkoholischen Gärung entstehen. Hierbei wird der in den Trauben befindliche Zucker in Alkohol und Kohlensäure (entweicht) umgewandelt. Dabei verändern sich auch die im Most enthaltenen weiteren Inhaltsstoffe (Säuren, Glucose, Fructose) und bilden unzählige komplexe chemische Verbindungen, die als Duft- und Aroma im Wein wahrgenommen, und bekannten Beeren, Früchten, Milchprodukten und dergleichen zugeordnet werden können.
Eine bedeutende Rolle für die Entstehung dieser Düfte spielt die für die Vergärung verwendete Hefe.
Wobei nur die auf den Trauben befindliche Hefe (wenn Sie nicht durch das Spritzen von Fungiziden vernichtet wurde), für den typischen Charakter einer Traubensorte, den Weinberg in dem die Trauben wuchsen, und den Jahrgang mit seinen ganz spezifischen Witterungsbedingungen sein. Mit wenigen Ausnahmen werden unsere Biowein mit den traubeneigenen Hefen vergoren.
Der Einsatz von Fungiziden im konventionellen Weinbau zerstört oder schädigt die natürlich vorhandenen Hefen auf den Trauben. Folglich müssen zur Gärung fremde Hefen (aus anderen Traubensorten gewonnen) eingesetzt werden. Auch manche Biowinzer verwenden diese Hefen um das Risiko einer Fehlgärung zu vermeiden.
Eine weitere Möglichkeit, Weine mit stark ausgeprägten Aromen und Duftnoten zu erzeugen, besteht darin, speziell gezüchtete Hefesorten (Aromahefen) einzusetzen. Kurzzeitig begeistern solche Weine mit Ihren Düften, die jedoch sehr flüchtig sind und bereits nach einer Weile im Glas kaum noch wahrnehmbar sind. Eine wenig nachhaltige, aber wirkungsvolle Methode Weintrinker zu täuschen.
Erich Hartl


Erich Hartl hartl@weinpur.de http://www.biowein-pur.de/